Hinweise zum neuen Buch - Ausgabe 2003

Der lila Winkel - Die Familie Kusserow
Der authentische Bericht eines Zeitzeugens

Nach vielen Filmen, Büchern und Dokumentationen über Holocaust und Verfolgung von Minderheiten im 3. Reich, steht man fassungslos vor dem Leidensweg speziell der Familie Kusserow. Die Liste der Haftzeiten aller Familienmitglieder liest sich wie eine Chronik des Schreckens. Die Bilanz beläuft sich auf über 48 Haftjahre. Zwei Söhne gehen für ihren Glauben freiwillig in den Tod. Ein dritter Sohn stirbt ein Jahr nach der Befreiung an den Folgen seiner fünfjährigen KZ-Haft. Auch die drei jüngsten Geschwister der Familie, zu denen auch der Autor gehört, bleiben von der Verfolgung nicht verschont.

Spannend ist auch das Nachkriegskapitel, in dem die Überlebenden ihre ehemaligen >normalen< Peiniger aufsuchen; die Hausbesetzer, die züchtigenden Lehrer, den rücksichtslosen Heimleiter.

Die Leser lernen ein bislang weithin unbelichtetes Kapitel des gewöhnlichen Faschismus kennen.

 

Hinweise zum neuen Buch „Der lila Winkel - Die Familie Kusserow"
von Hans Werner Kusserow.

 

Folgende Änderungen, Erweiterungen oder Abweichungen ergeben sich zu der ersten Auflage.
Das neue Buch ist auf der Grundlage der ersten Auflage entstanden. Die Fassung ist kürzer, ohne auf das Wesentliche zu verzichten.

Einige der Faksimiles verschiedener Urteile sind entfallen. Diese Unterlagen sind eingehend im Text erläutert.
Ebenso erscheinen einige Bilder nicht mehr, dafür sind über 20 andere Fotos, Presseberichte und Dokumente hinzugefügt.

Zum Beispiel das damalige Nazi-Mutterkreuz, Wilhelms Skizzen im Gefängnis kurz vor seiner Hinrichtung, Faksimiles über die Vollstreckung von Wolfgangs Todesurteil und die aufgestöberten, positiven Presseberichte von 1953 und 1974 über einen üblen Nazi-Jugendrichter.
Ganz neu ist der Teil V, „Die überlebenden Kusserows als Zeitzeugen." Presseberichte und 10 Fotos über die Kusserows von 1991 bis 2002.

 

 

Kommentare zu der ersten Auflage des Buches.

Die Presse schreibt:

„Das Schicksal dieser Familie ist außergewöhnlich gut dokumentiert. Es existieren große Teile der Gerichts- und Gestapoakten, sowie Bilder, Briefe und andere Dokumente. ... Auch der Kampf der Familie um Rehabilitierung und Entschädigung nach 1945 wird geschildert." (Mindener Tageblatt)

 

„Ein Beitrag zu dieser Sammlung (Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus - kein weißer Fleck mehr) sind die Aufzeichnungen von Hans Werner Kusserow. ... Ganz persönlich - untermauert von vielen Briefen, Fotos und offiziellen Schriftstücken aus dem Familienbesitz - schildert Hans Werner Kusserow den Leidensweg der Familie. Doch dieser Weg endete nicht am 8. Mai 1945. Eindringlich beschreibt er auch seine Wiederbegegnung mit den Tätern und den mühsamen Kampf um Wiedergutmachung nach dem Bundesentschädigungsgesetz. Zwanzig Jahre und mehrere Prozesse waren nötig, um die politisch-moralisch mehr als gerechtfertigten Ansprüche durchsetzen zu können. („Informationen" Studienkreis: Deutscher Widerstand, 11/1999)

 

Seit der amerikanischen Fernsehserie „Holocaust", die erstmals in Deutschland jenen Massenschock auslöste, den frühere Dokumentationen nicht bewirkten, wissen wir, daß die unfaßbaren Verbrechen des NS-Regimes erst durch die Identifikation mit dem Schicksal einer Familie faßbar werden. Das gilt insbesondere auch für das Schicksal der Familie Kusserow, deren Chronik hier in lapidarer Sprache ausgebreitet wird. Sie eignet sich in besonderer Weise: Eltern ... 11 Kinder, Verfolgung und Standhaftigkeit aller Familienmitglieder - zwei Söhne ... werden hingerichtet - und nicht zuletzt der glückliche Umstand einer reichhaltigen Aktenüberlieferung. ... Gerade der Kontrast mit einer Familie, der man das Rückgrat nicht brechen konnte, läßt um so deutlicher erkennen, wie sehr die Wechselfälle von 1918/19, 1933, 1945, und 1989/90 die kollektive Psyche der Deutschen beschädigt haben. „HISTORISCHE ZEITSCHRIFT" - HZ Band 270 (2000)  London  Lothar Kettenacker

 

 

Weitere Kommentare aus Telefonaten.

„Wie konntest Du so etwas schadlos überstehen und Deinen Humor und Deine Fröhlichkeit behalten? Kamen bei Dir nie Zweifel auf und mußtest Du nach 1945 nie unter Depressionen leiden?"

„Es ist erstaunlich, wie weit Menschen gehen können. Es ist einfach nicht zu begreifen. Für die Nachkommen solche Schicksale zu schreiben, ist sehr wichtig, wenn auch fast keiner daraus lernt. So ist der Mensch."

„Beim Lesen des Buches merkt man, daß hier ein direkt Beteiligter diese Geschichten geschrieben hat und daß die

Erlebnisse wirklich aus erster Hand kommen."

 

 

Interessante Auszüge aus Leserbriefen.

„Den Stil Deiner Schilderung finde ich angenehm, denn Du schreibst sachlich und gut dokumentiert, ohne Dich in Grausamkeiten zu 'ergehen', ohne Haß zu schüren." (Frau Helga T., Las Palmas, Spanien)

Das Buch, „Der lila Winkel Die Familie Kusserow" habe ich im Semester '99 für meinen Volkshochschulkurs, „Standhand trotz Verfolgung", der Kreisvolkshochschule Feine zugrunde gelegt." Hans Hesse, Historiker und Autor, Göttingen. (Bei dieser Veranstaltung unter Leitung von Hans Hesse war u.a. der Hans Werner Kusserow als Zeitzeuge anwesend.)

Das Buch über Eure Familie steht dank der Aktivität unseres Buchauswahlteams in allen großen und wichtigen Universitäts- und Forschungsbibliotheken der USA und Kanadas (inklusive Library of Congress und New York Publik Library) und wurde inzwischen sogar von einigen unserer deutschen und europäischen Bibliothekskunden nachbestellt. ..." Peter Gnoss, Exportbuchhändler, Bad Schwallbach.

 

hans werner kusserow
konrad-hausmann-straße 26
50767 Köln

telefon und telefax: 0221 / 5 90 35 50

Bestellung: ...........Exemplare    „Der lila Winkel"     ISBN 3-00-010572-7
Softbook mit Lesezeichen 235 Seiten. 110 Abbildungen

 

14,90 € und anteilige Versandkosten.

 

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